Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Wenn unter den anderen Hardware-Themen kein passendes dabei ist oder wenn das Thema mehrere Bereiche überspant, dann versuche es hier einmal.
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EXA
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Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von EXA » 29.03.2010, 20:56

Hallo zusammen,
ich würde gerne bei der EDL für L2 eine andere Spule verbauen. Diese hat einen Drahtdurchmesser von 1,8mm. Die entsprechenden Durchkontaktierungen an dieser Stelle haben aber nur einen Durchmesser von ca 1,0mm.
Wenn ich die Via nun aufbohre ist vom Lötpad nicht mehr viel übrig und ich werde vermutlich die Leiterbahn mit abreißen.
Wie gehe ich am geschiktesten vor? Bzw welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

MfG
EXA
Beste Grüße
EXA

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von psclab38 » 29.03.2010, 23:35

EXA hat geschrieben:ich würde gerne bei der EDL für L2 eine andere Spule verbauen. Diese hat einen Drahtdurchmesser von 1,8mm. Die entsprechenden Durchkontaktierungen an dieser Stelle haben aber nur einen Durchmesser von ca 1,0mm.
Wenn ich die Via nun aufbohre ist vom Lötpad nicht mehr viel übrig und ich werde vermutlich die Leiterbahn mit abreißen.
Wie gehe ich am geschiktesten vor? Bzw welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Hi Exa,

gibt's einen bestimmten Grund, eine andere Spule zu verbauen?

Größere Löcher an den entsprechenden Signalen sehe ich in PL9 und an der Durchkontaktierung für die Diode D3. Nur: zwei dicke Anschlüsse werden da trotzdem nicht durchpassen. Vielleicht mußt Du auf der Lötseite eine schöne Sonderkonstruktion machen, indem Du den Anschluß der Diode länger durchstehen läßt und eine Öse in den Anschluß biegst.

Viele Grüße
Paul

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von EXA » 30.03.2010, 10:39

psclab38 hat geschrieben: Hi Exa,

gibt's einen bestimmten Grund, eine andere Spule zu verbauen?
Hi psclab38,
ich habe bei Distrelec eine Spule mit 2µH und 1,8mOhm DCR gefunden (Artikelnummer: 335233). Da ja der komplette Strom über die Spule muss, wurde ich auf den besonders niedrigen DCR aufmerksam.
Also werde ich wohl doch den Lack von der Leiterbahn kratzen und extra Draht drauf löten müssen ...
Ich hatte das Problem in letzter Zeit öfters und mich hätte interessiert, wie ihr das Problem lößen würdet.

MfG
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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von moosmichel001 » 02.04.2010, 00:13

Hallo,

ich würde Drähte nehmen, die gerade noch in die Lötaugen passen. Diese werden mit Ösen versehen, welche auf die Anschlußdrähte der neuen Spule passen. Ösen raufschieben (mußt du sehen, ob du die Anschlußdrähte der Spule oder die Hilfsösen abwinkels), in die Lötaugen stecken, festlöten und dann die Anschlußdrähte der neuen Spule in den Ösen verlöten.

Ich hoffe mich nicht all zu unverständlich ausgedrückt zu haben aber in Anbetracht der Uhrzeit gehts wohl.

Gruß Moosi...
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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von TrippleX » 03.04.2010, 10:49

Das mit den Lötösen&Co ist eigentlich mehr oder weniger Murks.
Du willst eine Spule auswechseln weil diese einen niedrigen Gleichstromwiderstand hat und nun
baust du dir ein Konstrukt mit Lötösen und Co damit diese in den Durchkontaktierungen des PCBs passt.
Nun bekommst du aber auch wieder neue Übergangwiderstände ein.
Überlege dir ob der Tausch wirklich Sinn macht, zumal eine fast Ideale Spule schlimmer ist als
eine "nicht-ganz-ideale".

Spätestens derjenige der eine Versorgungsspannung mit Induktivitäten 'reinigen' wollte welche
zu Ideal waren und sich lustige Schwingkreise gebaut hat die die Versorgungsspannung dank Resonanzen
total versaut haben weiß wovon ich rede.

Liebe Grüße
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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von Roddot » 03.04.2010, 14:27

TrippleX hat geschrieben: Spätestens derjenige der eine Versorgungsspannung mit Induktivitäten 'reinigen' wollte welche
zu Ideal waren und sich lustige Schwingkreise gebaut hat die die Versorgungsspannung dank Resonanzen
total versaut haben weiß wovon ich rede.
Also; den Satz verstehe ich nun gar nicht! Es geht hier um die EDL.

Die Spule, mit ihren empirisch ermittelten Werten, ist doch schon von CM dort eingebaut worden. Aber auch in Profi Netzteilen sind solche Spulen zu finden.

Wenn du einen Weg gefunden hast diese Spule durch eine Mod wegzulassen, her damit!

Momentan sitzt die offensichtlich dort um Regelüberschwinger zu begrenzen und bei dem anklemmen der Leitungen an die Last kan sie auch mal hilfreich sein um entstehenden Funken zu "begrenzen".
Die Spule scheint "Organisch" in die CM Schaltung hineingewachsen zu sein. :)
Das meint die ist offenbar nötig damit es eben nicht Schwingt, Bzw. nicht zu lange nachschwingt die Spule begrenzt also offenbar die Schwingneigung der Schaltung.

Du schreibst von "zu Ideal" das sind Bauteile ja nur in der Theorie.
Meinst du das anstatt von DCR die "Güte" der Spule eine Rolle spielen sollte?
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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von TrippleX » 05.04.2010, 00:50

Ich habe mir die Schaltung mal angesehen, da ich ein wenig Blind drauf los geschrieben habe,
aber das hier ist der Induktivität kein Problem, da mögliche Schwingkreisbildungen mit einen Parrallelwiderstand
bedämpft werden.

Genau, man könnte auch Güte meinen.Wenn du eine Spule hast, mit einen kleinen Ohmschen Anteil,
was hier nur mikrige 50mOhm sind, dann kann man das als fast Ideal ansehen.
Schwingkreise, werden durch Ohmsche Anteile bedämpt da diese die Induktiv/Kapazitiven Anteile bedämpfen.
Vielleicht habe ich mich zu Ünglücklich auch ausgedrückt, aber ich wollte eigentlich sagen das ein Ohmscher Widerstand
bei dieser Induktivität nicht schlimm ist.
Es ist ja keine Speicherdrossel ( Eine Speicherdrossel soll ja wenig wie mögliche verheizen, und hat somit einen kleinen Gleichstromwiderstand ) eine Filterspule soll ja Filtern, und da trägt der Ohmsche Anteil mit dazu.

Mit einer Drossel will man ja alle Freqeunzanteile vernichten, somit brauch man eine niedrige güte und keine Scharfe Resonanzkruve. Und ein Ohmscher Anteil, drückt die Güte herrunter.


Man könnte vielleicht auch einen Elko auf der Platine platzieren, vielleicht hilft dieser die langen Zuleitungen welche eine
große Impendanz haben aufzupeppeln, quasi ein "riesiger" Abblockkondensator, wie es bei ICs gemacht wird.

Die Regelüberschwinger kommen daher, da Mosfets vorallen die Leistungsboliden eine große Gatekapazität haben und gerne
zum Schwingen neigen, deswegem sieht man auch wenige Labornetzgeräte welche Feldeffekttransistoren als Leistungstreiber beinhalten.
Lösungen wären vielleicht die Regelung Geschwindigkeit runterzufahren, was bei einer Elektronischen Last gar nicht so schlimm ist, aber ich kenne gerade die Einzelhalten dieses Projektes nicht im Detail.


Ich bitte darum meinen Beitrag mit vorsicht zu genießen da es gerade spät ist und ich irgendwie das Gefühl habe,Mist zu verbreiten. Ist ja auch ziemlich spät :(

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von Roddot » 05.04.2010, 13:28

TrippleX hat geschrieben: Genau, man könnte auch Güte meinen.Wenn du eine Spule hast, mit einen kleinen Ohmschen Anteil,
was hier nur mikrige 50mOhm sind, dann kann man das als fast Ideal ansehen.
Schwingkreise, werden durch Ohmsche Anteile bedämpt da diese die Induktiv/Kapazitiven Anteile bedämpfen.
...
Es ist ja keine Speicherdrossel ( Eine Speicherdrossel soll ja wenig wie mögliche verheizen, und hat somit einen kleinen Gleichstromwiderstand ) eine Filterspule soll ja Filtern, und da trägt der Ohmsche Anteil mit dazu.
Mit einer Drossel will man ja alle Freqeunzanteile vernichten, somit brauch man eine niedrige güte und keine Scharfe Resonanzkruve. Und ein Ohmscher Anteil, drückt die Güte herrunter.
Der gepresste Spulenkern verschlechtert die Güte auch nochmal so das die Güte sicherlich nur max. zwei/drei -stellig sein dürfte.
Wer gerne rechnet kann ja mal nachrechnen, die anzunehmende f würde mich interessieren.

Das mit dem Gate-Kapazitäten der FETs hatten wir schon mal andiskutiert ist ja ein edukatives Projekt.
In diesem Sinne weiter so aber nicht so viele Wiederholungen der Lehreinheiten bitte.
Let's fets with Static-DC. :-)

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von TrippleX » 05.04.2010, 21:29

Hey,

Ich wollte nicht den Moralapostel spielen und die sogenannnten nicht Lehreinheiten nicht erneut runterbeten.
Ich bin ja neu hier und ich weiß nicht was für Diskusisionen schon in Vergangenheit gelaufen sind, also fühle dich
nicht so wie an's Pein gepinkelt - War keine Absicht.

Liebe Grüße
TrippleX

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von Roddot » 05.04.2010, 22:32

TrippleX hat geschrieben:Hey,
Ich wollte nicht den Moralapostel spielen und die sogenannnten nicht Lehreinheiten nicht erneut runterbeten.
Ich bin ja neu hier und ich weiß nicht was für Diskusisionen schon in Vergangenheit gelaufen sind, also fühle dich
nicht so wie an's Pein gepinkelt - War keine Absicht.
Liebe Grüße
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Also ans Bein gepinkelt fühlt sich hier eigentlich keiner.
Es geht hier eben sehr sachbezogen zu, das entspricht wohl doch dem Stereotyp des nüchternen Technikers da hält sich hartnäckig das Gerücht wir würden auch zum Lachen in den Keller gehen und nicht nur zum basteln. :)
Suchfunktion benutzen und Lesen ist bei einem nun bald vier Jahre andauerndes Projekt sicherlich nicht schlecht dann erfindet man das Rad eben nicht mehrfach und weiß was schon alles geändert wurde in den nicht offiziellen Versionen (Dual DAC 16bit usw)

Ein Re-Design in SMD ist grundsätzlich eine gute Idee.
Werde mal schauen was du als µP, und sonst so, in deiner Schaltung eingebaut hast.
Let's fets with Static-DC. :-)

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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von EXA » 06.04.2010, 10:24

Mahlzeit zusammen,
erstmal vielen Dank für eure Antworten. Das mit den neuen Übergangswidreständen bei verwendung von Lötösen stimmt natürlich. Ich werde mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen ...
CM hat ja wenig Anforderungen an die Spule gestellt. Laut ihm soll sie eine Induktivität von 2 - 5 µH aufweisen.
Bei betrachtung des Schaltplans ist mir aufgefallen, dass der komplette Laststrom über die Spule muss. Also hielt ich einen niedrigen Gleichstromwiderstand und eine Belastbarkeit bis mind. 10A (bei Verwendung des 250W Leistungsteils) für angebracht.
Was die Spulen-Theorie anbelangt bin ich nicht so fit. Inwiefern sollten noch andere Parameter (Güte, etc.) beachtet werden ?

MfG
EXA
Beste Grüße
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Re: Wie Durchkontaktierung vergrößern?

Beitrag von Roddot » 06.04.2010, 13:41

Die Pads Vergrößern durch aufbohren ist elektrisch betrachtet immer schlecht da das Kupfer um den Pad herum dann auch weniger wird, meint letztendlich weniger Ampere möglich das Bauteil wird dort beheizt.
Das Bauteil freifliegend zu verdrahten ist, wenn man es richtig macht, zB in die Zuleitung Crimpen die bessere Lösung.

Nimm die Segor Spule die hat die richtigen 3,9mH aber schon 12A und passt!

Die Reicheltliste müsste dahingehend mal ergänzt werden.
Diese Spule in Richtung der abgesetzten Endstufe zu basteln (oder darauf) macht auch keine großen Probleme. Wenn ich mich recht erinnere war der kleine R mit einer separaten Leiterbahn bestückt und der R zur Spule kann ja mit der Spule umgesetzt werden.

Es gibt also eigentlich drei EDL-Versionen die in der CT abgedrukte (25W oder so) die die Segor letztendlich ausgeliefert hat (50W bei 5V) und die CM Bastellösung mit 250W auf einem abgesetzten Endstufenteil.
Wie schon diskutiert macht es auch Sinn den nächsten Messbereichs Fet (isoliert) mit auf dem Kühlkörper der abgesetzten Endstufe zu bringen.
Spart den riesigen Kühlkörper mit aktiver Lüftung auf der EDL und hält das 19" Gehäuse thermisch im Gleichgewicht.
Let's fets with Static-DC. :-)

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