FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

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Roddot
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FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von Roddot » 23.03.2009, 16:07

Ich hatte ja schon einmal was zum FPGA gefragt bei dem eigentlich herauskam das die jetzige FPGA Version nur für Entwickler sehr interessant ist, der praktische nutzen innerhalb des Ct-lab bleibt beschränkt.

Das CT-Lab geht nun bald in das zweite Jahr.
Eigentlich ist die Vorstellung der FPGA-Entwicklungsumgebung doch ein verstecktes CT-Lab 2.0 für Könner oder halt für CM, munter weitermachen, wenn es dann redaktionell gewünscht wird. Schauen wir mal.

Eine Menge der Funktionen der CT-Lab 1.0 Funktionalität könnte jetzt mit der entsprechenden Hardware noch einmal auf FPGA Basis aufgebaut werden.

Aufgrund eines Designfehlers passen die Sub/Zusatzplatinen der ADA ohne Änderungen nicht auf die FPGA Platine.
Die FPGA Platine ist ohne SUB/Zusatzplatine(n) aber kaum praktisch innerhalb des CT-Lab 1.0 zu benutzen.

Konkret wage ich zu hoffen das eine Neuauflage des DDS und eines schon hier besprochenen Frequenzzählers auf eine (oder auch zwei) neue Sub-Platinen für das FPGA erscheinen. Noch besser; eine FPGA-Euro-Platine erstellt wird die diese Funktionalität (DDS/Frequenzzähler) bereits mitbringt und so auch besser mechanisch in das Ct-lab Gehäuse passt. Auch zeichnet sich ja ab das eine solche Kombination wesentlich verbesserte "Bereiche" mit sich bringen würde.

Die Jetzige FPGA Platine hilft dann Hauptsächlich Entwicklern und solchen die das werden wollen, schneller zu Ergebnissen zu kommen.

mfg
Let's fets with Static-DC. :-)

magicroomy
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Re: FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von magicroomy » 23.03.2009, 23:06

Guten Fragen die Du da aufwirfst. Würde qauch gerne meinen Senf dazu abgeben.

Asteroids, Space Invaders etc. ????? in einer Hardware die als "Lab" konzipiert ist?
Das FPGA bietet etliche Möglichkeiten als "Spielwiese".

Was praktisch anwendbares als "LAB" ist noch nicht auf dem Tisch. Die DACRAM hat mehrere Probleme:
- Der Frequenzzähler hat Probleme mit dem Analogteil wie man in diversen Posts sieht. => Messungen mit Logikpegeln sind ok, aber analoge Signale verursachen Probleme.
Ich kenne keine Standalone Frequenzzähler Geräte aber ich würde mir mindestens die Einstellmöglichkeit des Schwellwertes für 0/1 wünschen.
- Die DACs sind zwar schnell aber der Spannungsbereich ist im Vergleich zum DDS sehr eingeschränkt. (Ok, bei Frequenzen über 200kHz einen hohen Spannungshub hinzukriegen ist nicht einfach).
Aber was mache ich im Laborumfeld mit einem Generator der maximal 2,5V Maximalamplitude erzeugen kann. Ich brauche auf jeden Fall noch einen Verstärker.
- Die alten ADA Platinen können nicht problemlos betrieben werden. Ok, hier soweit im voraus zu planen... da werfe ich keinen Stein.

Manche Module wären mit FPGA sicher etwas "besser", universeller geworden (DDS, ADA), aber ein DCG, EDL oder DIV ? Da brauchts kein FPGA.

Aus einem Satz von cm kann man eigentlich ablesen das der "Unwille" das Lab weiterzupflegen auch bei Heise selbst zu suchen ist.
Sinngemäß... "Es wird schwer sein noch einen Artikel in einer c't unterzubringen". Das c't Lab scheint schon lange über die "Laufzeit" einer c't Artikelserie zu sein.

Ich fürchte also wir sind auf uns selbst angewiesen wenn es mit dem c't Lab und neuen Modulen weitergehen soll. Möglicherweise wird ja auch Segor eine treibende Kraft werden.
Ich vermute das das c't Lab doch einigen Umsatz generiert hat. Scheinbar ist ja auch eine Erweiterung dahingehend zu erwarten das FPGA als Steuerzentrale einzusetzen. Da bei Segor aber sicher keine Angestellten (oder der Chef) Fulltime daran arbeiten wird es aber sicher noch ne Weile dauern.

Gruß
Volker

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ompf
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Re: FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von ompf » 24.03.2009, 09:50

Mal ehrlich: willst Du Deinen Frequenzzähler jedesmal umprogrammieren, wenn Du ihn als Logikanalyzer verwenden willst? Oder auseinanderschrauben, eine andere Steckkarte rein und dann Archon drauf spielen??

Meßgeräte machen nur dann Sinn, wenn man sie einschaltet, benutzt, fertig. Schon die Geräteadresse ändern bringt Ärger, weil dann irgendwelche Setups nicht mehr laufen und Du dich nicht mehr erinnern kannst, welche Einstellung wo vorzunehmen war. Daher ist das FPGA in der vorliegenden Form nur eine Experimentierplattform, sonst nix.

Für einen DDS-Generator mußt Du FPGA, Wandler und Verstärker auf eine eigene Platine packen, in ein eigenes Gehäuse setzen und dann so lassen. Das Ding braucht keine Steckplätze, keine SD-Karte und kein JTAG an der Front, weil es ein DDS-Generator ist. Das wäre der nächte Schritt. Um den zu entwickeln kannst Du die vorliegende Platine natürlich prima einsetzen.


Gruß
Patrick

ingo
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Re: FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von ingo » 24.03.2009, 12:59

Wir können ja mal aus 'Spass' eine kleine Sammlung an Ideen machen, die sich evtl. für eine Verwirklichung lohnen
(ich muss gestehen, ich habe nicht viel Zeit nebenher ...):

- kompletter Funktionsgenerator mit TxDAC und Verstärker, mit Bediensoftware und Arbiträrmodus, auf der Hardware-Seite mit zwei Hilfausgängen (DualDAC) und vielleicht einem TTL-Trigger-Out, dazu wären noch Verstärker mit einstellbarem Offset nötig. Evtl. könnte man den Arbiträrgenerator zum Bitmustergenerator umfunktionieren.

- Logicanalyser (schon irgendwo gelesen, glaube ich)

- A/D-Wandler hinzufügen, dann könnte man mit Hilfe der DACs einen einfachen Netzwerkanalyser nachempfinden

- Software: Bedienoberfläche für QVGA? Evtl. mit Tastern und so (I2C vielleicht?)

- Vielleicht irgendwas in Richtung Videoverarbeitung?

Was habt Ihr noch für Ideen?

Gruss, Ingo.

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Re: FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von ompf » 24.03.2009, 14:51

ingo hat geschrieben: - Software: Bedienoberfläche für QVGA? Evtl. mit Tastern und so (I2C vielleicht?)
QVGA sehe ich auch eher als proof of concept. Kein Mensch wird seine alte Röhrenglotze neben das FPGA-Modul stellen, um da 320x240 Pixel auf 17" anzuzeigen. Wenn wirklich eine Bildausgabe benötigt wird, dann sollte man besser ein kleines 4"-TFT ansteuern. Das kann man schön in die 19"-Front einbauen.


Gruß
Patrick


BTW: weitere Festures: ein JAMMA-Connector, so daß man die alten Arcade-Games auch in der originalen Holzkiste zocken kann ;-)

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Re: FPGA Grundsätzliches Zur Praxis

Beitrag von Marcel » 24.03.2009, 17:19

Ich fänds gut das als "Zentrale" (statt oder zusätzlich zum IFP) einsetzen zu können, allerdings weiß ich nicht in wie Weit das mit dem FPGA geht. Folgendes stelle ich mir vor:

- Kleines TFT (Passende Höhe für 19 " ?)
- Tasten an den Seiten zum Bedienen der Module
- Zusammenstellen eines Files für das FPGA-Modul, das Jeder für sich relativ leicht konfigurieren kann (Adressen eintragen, Funktionen auswählen etc.)
- Verschiedene Funktionen für jedes Modul (AD --> Werte Anzeigen, Verlauf zeichnen . . .)
Stolzer Besitzer eines c`t-Lab:

1x 19" Gehäuse von Segor [ 100% ]
1x IFP ohne LAN [ 100% ]
2x DCG/DCP 16bit [ 100% ]

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