FPGA Linux

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Klaus_Phi
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FPGA Linux

Beitrag von Klaus_Phi » 02.12.2009, 22:51

Hallo Mitstreiter,

gerade habe ich eine Email der Firma petalogix erhalten. Das PetaLinux SDK v1.1 wird am 9.12.2009 lizenzpflichtig. Am Wochenende konnte ich PetaLinux v0.40-final für die CORERAM Baugruppe generieren. Leider ließ sich PetaLinux nicht auf 512 KByte verkleinern. Eine CORERAM Baugruppe mit 32 MByte SDRAM ist gerade im Bau. Ob sie je funktionieren wird ist ungewiß. Ich will jedoch unbedingt Linux auf dem CT-Lab FPGA laufen sehen. Auf einer anderen FPGA-Baugruppe konnte ich PetaLinux erfolgreich implementieren. Das ist alles leider nicht sehr einfach. Die CT-Lab Community hat bis heute jede Herausforderung gemeistert.
Wer sich für Linux für das CT-Lab interessiert, sollte die Gelegenheit nutzen die Version PetaLinux v0.40-final von http://www.petalogix.com/petalinux bis zum 9.12.1009 herunter zu laden.
Leider hat die Firma petalogix keinerlei Preisangaben über die Lizenzgebühren gemacht. Ich bin gerne bereit einen angemessenen Preis für ein gutes Produkt zu bezahlen.
Damit niemand denkt die Sache wäre einfach, schreibe ich einfach wie das Ganze zu bearbeiten ist:
1. PetaLinux v0.40-final herunterladen.
2. PC mit Suse Linux installieren.
3. XILINX ISE unter Suse installieren.
4. XILINX EDK unter Suse installieren.
5. PetaLinux entpacken.
Alle weiteren Schritte sind dem PetaLinux Manual zu entnehmen.
Das Manual ist sehr gut. Leider kann man keine PDF-Datei herunterladen.

Dies soll keine Kritik an cm werden. Ich finde seine bisher geleistete Arbeit sehr bewundernswert. Wenn man mit BASIC die meisten Probleme der Meßtechnik lösen kann, wozu braucht man dann Linux.
Menschen aus dem Süden würden sagen: „Aus Spaß an der Freud“.
Dem kann ich mich nur anschließen.

Wir sollten uns jedoch nichts vormachen. Wir brauchen mehr Speicher. Wir brauchen viel schnelleren Speicher. Wir brauchen parallelen FLASH-Speicher. Darüber sollten wir vollkommen wertfrei nachdenken.

Das XILINX-EDK gibt es leider nur in der 30 Tage Testversion oder gegen Geld. Dies ist eine sehr starke Einschränkung.

Ich möchte nur, daß keinem, der sich für das CT-Lab FPGA Linux interessiert eine gute Gelegenheit entgeht.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Philipp

VGOE
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Re: FPGA Linux

Beitrag von VGOE » 03.12.2009, 08:01

Gibt es leider nicht mehr im Download.
Ich denke aber, Linux muss nicht unbedingt auf dem FPGA laufen. Ich habe das Gefühl, dass in den letzten Jahren versucht wird, auf jeder Platform Linux zu installieren. Wofür? Wenn schon ein neues OS, dann bitte auch eines, welches dem Einsatzfeld eines FPGA zu gute kommt. Damit meine ich: kleiner Kernel, Echtzeitfähigkeit und Robustheit. Wenn ich Linux haben will, gehe ich an meinen PC oder an meine Server-Farm. Dort habe ich genügend Hauptspeicher (> 48GB) und Plattenplatz (> 1,5TB RAID 5).
Aber als Experiment bzw. zu Studienzwecken des VHDL Codes .....
CU
Volker

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Re: FPGA Linux

Beitrag von Viviatis » 06.12.2009, 19:04

Ich kann mich dem Vorredner da nur anschließen: Zum Experimentieren ist LINUX auf dem FGPA sicher verdammt interessant. Man hat auch sehr viel mehr Möglichkeiten als mit einem 6502. Aber es würde einfach den Rahmen sprengen. Man hätte am Ende eine Eier legende Wollmilchsau, die viel mehr Aufwand und Pflege beansprucht, als man in sein Hobby insvestieren kann.

Ich habe mal ein paar Monate damit verbracht dem c't-Bot ein "Großhirn" zu verpassen. Dazu habe ich einem NSLU2 ein passendes LINUX (UNSLUNG) aufgespielt und über einen Serial-Port an den Atmega des Bot gekoppelt. Mit einem größeren Akku konnte ich den Bot dann ca. 1 Stunde mit dem NSLU2 betreiben. Das war erst mal kein so großes Problem. Ich habe mir aber die Karten gelegt, als ich merkte, dass mir die ganze Sache doch Einiges an grundlegenden Systemkenntnissen in LINUX abfordern würde. Ich musste bedauerlicherweise feststellen: Ich habe wohl nicht das Zeug zu einem waschechten Nerd! :cry:

Von daher bin ich sehr froh, dass cm ein sehr viel pflegeleichteres "Großhirn" für das c't-Lab ersonnen hat.

Gruß

Frank

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