Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Hier könnt ihr Diskussionen über die Hardware und Abgleich des Labornetzteiles des c't-Lab führen.
Oliver
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Re: Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Beitrag von Oliver » 01.04.2022, 19:37

Hallo,

herzlichen Dank für den wichtigen Hinweis !
Ich hatte die Artikel in den vergangenen Jahren bestimmt 10 mal gelesen und nun bin ich zu bequem wieder alles zu lesen. Wäre aber sinnvoll, bevor der Controller Schaden nimmt oder sonst irgendetwas schief läuft.
Der Wackler liegt scheinbar an PL6 vom DCG-Modul: Die spannung bricht wie beschrieben und die rote LED I geht an und dann lässt sich amPanel nichts mehr einstellen. Ich werde mal neue Verbindungsleitungen löten und neue Stecker anbringen.
Eine Kleinigkeit verwirrt mich noch: Beim Abgleich zeigt das Multimeter 4,9995V an und das Panel 4,935V. Gibt sich das später beim Labview-Feinabgleich ? Es wäre schön, wenn sich die Anzeige genauer einstellen lässt.

Gruß

Oliver

psclab38
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Re: Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Beitrag von psclab38 » 02.04.2022, 08:52

Der Wackler liegt scheinbar an PL6 vom DCG-Modul: Die spannung bricht wie beschrieben und die rote LED I geht an und dann lässt sich amPanel nichts mehr einstellen.
Ich vermute, dass Du am Panel sehr wohl noch den Sollwert einstellen kannst und der Controller und das Display funktionieren.
Wenn auf dem Display kein "Fuseblow" angezeigt wird, dann tippe ich auf einen Wackelkontakt an Basis oder Emitter von Q12, Pin 2 und 3 von PL6.

Die Minifit-Steckverbinder sind etwas fummlig; man muss kontrollieren, dass die Einzelpins tatsächlich bis zum Anschlag eingeschoben sind. D.h. alle Pins im Steckergehäuse müssen gleich weit vorstehen.
Eine Kleinigkeit verwirrt mich noch: Beim Abgleich zeigt das Multimeter 4,9995V an und das Panel 4,935V. Gibt sich das später beim Labview-Feinabgleich ?
Das ist eine Abweichung von ca. 1,5%. Wenn ich mich recht erinnere, liegt das im Rahmen des Softwareabgleichs.

Oliver
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Re: Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Beitrag von Oliver » 07.04.2022, 20:02

Hallo,

mein DCG und DCP funktionieren inzwischen gut und ich bin soweit zufrieden
Zum Test habe ich einmal die beiden LF411; also U6 und U10 auf dem DCG-Modul gegen zweimal LT1056 getauscht. U10 funktioniert soweit einigermaßen; nur die Offset-Spannung wandert / driftet im Bereich einiger Millivolt, was einen präzisen Abgleich unmöglich macht.
U6 hat sich beim Hardwareabgleich in Rauch aufgelöst, bzw. fing an nach verschmortem Halbleiter zu riechen und brannte komplett durch.
Nun möchte ich gerne nachvollziehen, was da warum und wie schiefgegangen ist.
Ich habe mal die Datenblätter von LF411 und LT1056 miteinander verglichen. Es handelt sich um LT1056CN8 im Plastikgehäuse, dem gleichen wie beim LF411. Die Anschlussbelegung sind bei LF411 und LT1056 identisch. Auch arbeiten offensichtlich beide mit mit positiver Trimm-Spannung und benötigen die gleiche Versorgungsspannung. Es gibt viele Gemeinsamkeiten und daher wundert mich, dass der LF411 als U6 einwandfrei funktioniert, während der LT1056 einfach durchbrennt. Den genauen Grund hierfür habe ich noch nicht gefunden.

Gruß

Oliver

psclab38
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Re: Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Beitrag von psclab38 » 08.04.2022, 10:43

Auch arbeiten offensichtlich beide mit mit positiver Trimm-Spannung
Nein, der LF411 und das Layout des DCG haben eine negative Trimmspannung für U6+U10. Der LT1056 ist damit nicht kompatibel.

Oliver
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Re: Problem beim DCG-Hardwareabgleich

Beitrag von Oliver » 09.04.2022, 15:35

Hallo,

vielen herzlichen Dank für den Hinweis ! Das hatte ich übersehen.
Unter diesen Umständen können LT1056 natürlich nicht eingesetzt werden und sind leider nicht zum DCG kompatibel.
Ich war einer Idee hier im Forum in einem anderen Beitrag gefolgt und wollte das mal ausprobieren. Eine geignete Alternative zum LF411 habe ich somit nicht gefunden. Das ist aber nicht schlimm, der LF411 tut's ja. Der OPA627 wird hier auch keine Vorteile schaffen; nehme ich mal an. Dann bleibt's halt beim Alten.

Gruß

Oliver

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