ADA/IO höhere Abtastrate

Hier werden Themen zur Elektronik und Abgleich des Port-Motherboards ADA-IO und seiner Tochterplatinen IO8-32, Optoschaltstufe, AD16-8 und DA12-8 diskutiert.
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drafter
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ADA/IO höhere Abtastrate

Beitrag von drafter » 07.04.2008, 17:42

Hallo,
Ist es möglich höhere Abtastraten zu realisieren ? Mein Ziel wären ca. 6 kHz bei 4 Kanälen ?
Ist dies mit dem AD16-8 Modul realisierbar ?

Mfg
Markus

asyring
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Beitrag von asyring » 02.06.2008, 23:19

Das würde mich auch interessieren
Hier an der Uni haben wir eine recht günstige AD-DA Karte die hat 25 µs. ADC-Wandlungszeit und der Multiplexer hat eine typische Zeit von 4µs. Ist das hier nicht möglich? Bzw was genau begrenzt die Abtastrate? Die Bauteile? Könnte man da was ändern?

Viele Grüße
Alex

Rainer
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Beitrag von Rainer » 03.06.2008, 20:05

Also der Multiplexer DG408 ist mit 450ns Transition Time angegeben und der AD-Wandler LTC1864 mit 250000 Samples/s. Die Frage ist aber noch, wie schnell der Spannungsfolger bestehend aus OP2107A reagiert samt seiner Kondensatoren im Eingangszweig.
Ein ganz anderer Aspekt ist auch der Atmega, welcher bis zu 5 Steckkarten gleichzeitig sowie das PM8 verarbeiten muß und deshalb wohl kaum in der Lage sein wird solch niedrige Latenzzeiten zu realisieren. Bei einer komplett selbst geschriebenen Firmware, welche nur die AD16-8 Karte und am besten auch noch ohne das PM8 bedient könnte man dagegen bestimmt noch einiges rausholen.

Ciao,
Rainer

asyring
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Beitrag von asyring » 03.06.2008, 20:14

Ich habe irgendwo gelesen, dass der ATmega32 vielleicht gegen einen ATmega644 getauscht würde / werden könnte doch ich habe nichts weiter dazu gefunden.

Würde das denn die Abtastrate steigern können?

Und könnte man z.B. zwei Multiplexer und zwei AD-Wandler auf der karte unterbringen um 2 Kanäle "Zeitgleich" messen zu können?
Beispielsweise Kanal 1-4 ein Multiplexer und kanal 5-8 einer oder so.

Gruß
Alex

Rainer
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Beitrag von Rainer » 03.06.2008, 20:25

asyring hat geschrieben: Und könnte man z.B. zwei Multiplexer und zwei AD-Wandler auf der karte unterbringen um 2 Kanäle "Zeitgleich" messen zu können?
Beispielsweise Kanal 1-4 ein Multiplexer und kanal 5-8 einer oder so.
Das würde nichts bringen, weil die AD-Wandler ihre Daten sowieso nacheinander an den Controller schicken müssten. Nur wenn man die AD-Wandler parallel abfragen könnte würde das etwas bringen. Aber das ist sowieso nicht ohne weiteres möglich. ;)

Da ich mich nicht mit Atmegas auskenne (benutze selber eine andere Familie) kann ich nicht sagen, ob die neuere CPU schneller wäre. Ansich vermute ich aber schon.

EXA
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Beitrag von EXA » 03.06.2008, 20:43

Ich wollte auf das FPGA-Modul warten, mal sehen was es so bringt. Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, die Module IO8-32/DA16-8_DAC714/AD16-8 auf eine 160x100mm Platine zu packen und das Ganze über eine Wannenbuchse zu verbinden. Somit Bleiben noch Steckplätze für Logicanalyser/Frequenzzähler/etc.
Haltet ihr das für eine gute Idee, oder könnte der Störfaktor zu groß werden?

MfG
EXA

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Beitrag von thoralt » 05.06.2008, 07:54

Hallo,

ich gebe zu bedenken, dass die derzeitige Übertragungsrate des Optobus viel zu gering ist, um die entstehenden Daten (zumindest dauerhaft) an einen Computer zu senden. Es kommen 38400 Baud zum Einsatz, inklusive Start- und Stopbit werden 10 Bit pro Zeichen übertragen. Also bleiben bloß noch 3,84 kByte/s übrig, um Daten wegzuschaffen. Wenn mit 16-Bit-Samples gearbeitet werden soll, dann bleiben noch 1,92 kSamples/s. Einzige Lösung wäre die Erhöhung der Datenrate. Theoretisch sind laut http://www.heise.de/ct/projekte/machmit ... ki/OptoBus 230400 Baud möglich. Das wäre aber dann mit den anderen Modulen inkompatibel. Außerdem müßte jemand die Firmware mit der neuen Datenrate nochmal übersetzen.

Viele Grüße
Thoralt
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Beitrag von guenter1604 » 05.06.2008, 14:25

Die Daten des Optobus laufen in jedem ATMega in der Kette erstmal in einen Stack bis ein CR-LF kommt. Dann werden die Daten erst verarbeitet oder weiter geleitet. Schon allein wegen diesem verhalten ist eine längere Verzögerung vorhanden. Ausserdem wird diese Verarbeitung ganz eingestellt, wenn an einem AT-Mega ein Interrupt anliegt und abgearbeitet werden muß. Ich sehe den Optobus als reinen Steuerbus an. Wenn grössere Mengen an Daten übermittelt werden sollen, müsste IMHO über einen 2. getrennten Bus nachgedacht werden.

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Beitrag von asyring » 06.06.2008, 08:40

Würde denn sowas gehen? Also einen zweiten Bus einzubauen?
Was müsste denn dann sonst noch geändert werden?

guenter1604
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Beitrag von guenter1604 » 06.06.2008, 11:22

Hallo asyring,

ich würde auf jeden Fall erst mal auf das FPGA-Modul warten und sehen wie dort die Datenübertragung gehandhabt wird. So auf den ersten Blick wird das auf der Karte recht flott laufen. Interessant wird dann der Weg der Daten zum PC. Wenn das wieder über den Optobus läuft, werden wir nichts gewinnen. Es sieht aber eher danach aus, daß eine Anzeige direkt am FPGA vorgesehen ist.

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