LTC2400 Ref-Eingang

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Neuling
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LTC2400 Ref-Eingang

Beitrag von Neuling » 23.06.2015, 11:57

Vor dem Aufbau des DIV möchte ich die Funktion des zentralen Bausteins LTC2400 verstehen. Beim Lesen des Datenblatts findet man einen Abschnitt über das Verhalten der Eingänge Vin und Vref. Durch die innere Funktionsweise des Bausteins entstehen danach an diesen Eingängen unsymmetrische Spannungsspitzen, die durch eine externe Kapazität gemittelt werden und einen Offset-Fehler erzeugen. Auf diesen Punkt geht cm in seinem Artikel auch ausführlich ein, allerdings nicht für den Vref -Eingang. Dort verschlechtert eine Kapazität obendrein die Linearität, die ich gerne für die Kalibrierung nicht unnötig verschlechtern würde. Laut Linear Technolgy wäre auch hier nur eine geringe Kapazität unschädlich. Daher meine Frage:

Gibt es einen Grund für C16 (10µ) am Ausgang der Referenzspannungsquelle außer, dass man so was oft prinzipiell macht oder um das Rauschen zu vermindern? In den App-Notes für den LTC2400 jedenfalls taucht ein C in der Refernzspannungsleitung nur dann auf, wenn Vref mit der Versorgungsspannung verbunden ist und andere ICs abgeblockt werden sollen.

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Re: LTC2400 Ref-Eingang

Beitrag von psclab38 » 24.06.2015, 00:36

Die Ausgangsimpedanz des LT1019 oder auch des MAX6325 liegen bei nominal 0.02Ohm nach Datenblatt. Das dürfte die RC Zeitkonstante niedrig halten.
"Reference Current (VREF): If the external capacitance is large (CVREF > 0.01µF), the linearity will be degraded by 0.15ppm/Ohm independent of capacitance at VREF...".
0.15ppm/Ohm * 0.02Ohm = 0.003ppm
Ich weiß nicht, aber ich sehe da kein Problem. Oder ich habe etwas falsch verstanden.

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